Neues Forschungsprojekt zu KI im Chinesischunterricht
Wie lässt sich künstliche Intelligenz sinnvoll in den universitären Sprachunterricht integrieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Verbundprojekt „AI-MS“, das von der Leibniz Universität Hannover koordiniert wird und an dem auch das Ostasiatische Seminar der Universität Göttingen beteiligt ist. Für Göttingen arbeiten Prof. Tao Zhang, Professorin für Fachdidaktik Chinesisch als Fremdsprache und Mitglied des CeMEAS, sowie Arvid Storch an dem Projekt mit. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt über dreieinhalb Jahre gefördert.
Im Mittelpunkt steht die didaktisch reflektierte Verbindung von Präsenzlehre und mobilen sowie intelligenten Sprachlernanwendungen. Ziel ist es, Lernprozesse zu vertiefen, die Motivation der Lernenden zu stärken sowie kommunikative und interkulturelle Kompetenzen gezielt zu fördern. Chinesisch dient dabei als Modellfall für modernes Sprachenlernen; die entwickelten Konzepte sollen perspektivisch auch auf andere Fremdsprachen übertragbar sein.
Das Projekt verbindet Forschung und Praxis eng miteinander: Lehrende und Lernende werden in die Auswahl geeigneter Anwendungen, die Entwicklung neuer Unterrichtsformate sowie deren praktische Erprobung und Evaluation über mehrere Semester einbezogen. Ergänzend entstehen Fortbildungsangebote für Sprachlehrkräfte, um die Ergebnisse langfristig in der Hochschullehre nutzbar zu machen.
Weitere Informationen finden sich in der Pressemeldung der Universität Göttingen: https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=8090
